Wie kann man Hanfmehl verwenden?
Hanfmehl eignet sich besonders als Ergänzung anderer Mehle und Zutaten. Es bringt seinen charakteristischen Hanfgeschmack, pflanzliches Protein und die ballaststoffreichen Bestandteile der Hanfschale in süße wie herzhafte Rezepte.
Dabei ist Hanfmehl kein klassischer 1:1-Ersatz für Weizen-, Dinkel- oder andere Basismehle. Gerade in Mehlmischungen spielt es seine besonderen Eigenschaften aus.
Backen mit Hanfmehl – wie viel sollte man verwenden?
Beim Backen empfehlen wir, etwa 10–15 % des verwendeten Mehls durch Hanfmehl zu ersetzen. So eignet es sich beispielsweise für Brot, Semmeln, Kuchen oder herzhafte Backwaren.
Da Hanfmehl kein Gluten enthält, verhält es sich im Teig anders als klassische Getreidemehle. Mit zunehmendem Anteil verändern sich Geschmack, Farbe und Struktur der Backwaren. Deshalb sehen wir Hanfmehl als wertvolle Ergänzung einer guten Mehlmischung.
Hanfmehl zum Kochen und für das Frühstück
Auch abseits des Backens lässt sich Hanfmehl unkompliziert verwenden – beispielsweise in Müsli, Porridge oder Smoothies.
In der herzhaften Küche passt es unter anderem zu Suppen, Saucen, Bratlingen oder Teigen. Sein leicht bitter-nussiger Geschmack mit feinen Aromen von Gras und Heu darf dabei ruhig Teil des Gerichts sein – geschmacksneutral soll unser Hanfmehl gar nicht sein.
Was steckt in unserem Hanfmehl?
Bei der Ölgewinnung wird ein großer Teil des Öls aus den Hanfsamen abgetrennt. Im Presskuchen bleiben Protein, Schalen- und Faserbestandteile sowie ein natürlicher Restölanteil erhalten.
Und genau das wollen wir beim Hanfmehl erhalten: möglichst viel von dem, was nach der Ölgewinnung noch im wertvollen Hanfpresskuchen steckt.
Rund 30 % pflanzliches Protein
Unsere Analysewerte zeigen einen Proteingehalt von rund 30 %. Damit ergänzt unser Hanfmehl Speisen und Backwaren um einen beachtlichen Anteil natürlichen, pflanzlichen Proteins – direkt aus dem Hanfsamen und ohne isoliertes oder zugesetztes Eiweiß.
Das Hanfprotein liefert alle neun essentiellen Aminosäuren. Wer gezielt einen höheren Proteingehalt und eine feinere Konsistenz sucht, findet diese in unserem Hanfprotein.
Die ballaststoffreichen Bestandteile der Hanfschale bleiben erhalten
Die ballaststoffreichen Bestandteile der Hanfschale bleiben erhalten
Die gröberen Schalen- und Faserbestandteile werden bei unserem Hanfmehl nicht mechanisch herausgetrennt, sondern gemeinsam mit dem übrigen Presskuchen vermahlen.
Gerade die Hanfschalen enthalten einen hohen Anteil pflanzlicher Fasern. Da deren tatsächlicher Anteil abhängig von Saat und Verarbeitung schwanken kann, übertragen wir keine allgemeinen Literaturwerte auf unser Produkt.
Für uns ist entscheidend: Die ballaststoffreichen Bestandteile gehören zum Hanfmehl dazu – deshalb lassen wir sie auch drin.
Wie wird unser Hanfmehl hergestellt?
Ausgangspunkt unseres Hanfmehls ist Hanfpresskuchen, der bei der mechanischen Ölgewinnung aus Hanfsamen entsteht.
Der Presskuchen wird vollständig vermahlen. Anders als bei unserem Hanfprotein folgt danach keine mechanische Trennung der gröberen Bestandteile. So entsteht ein mittelgrobes Hanfmehl mit einer maximalen Partikelgröße von etwa 1.300 µm.
Für uns gehört auch das zu einer sinnvollen Verarbeitung von Ölsaaten: Nicht nur das kalgepresstes Hanföl zählt. Auch der Presskuchen ist ein wertvolles Lebensmittel. Durch eine zusätzliche mechanische Trennung können daraus eine feinere Proteinfraktion und die faserreichere Hanfkleie als hochwertiges Tierfutter entstehen.
Wie wir unsere Ölsaaten handwerklich verarbeiten und daraus hochwertige Lebensmittel herstellen, zeigen wir auf unserer Seite zur handwerklichen Herstellung.
Wie schmeckt Hanfmehl?
Unser Hanfmehl schmeckt leicht bitter-nussig mit feinen Aromen von Gras und Heu. Diesen Eigengeschmack versuchen wir nicht durch Aromen oder andere Zusätze zu überdecken – er gehört für uns zu einem natürlichen Hanfmehl dazu.
Hanfpresskuchen enthält verschiedene natürliche Pflanzenbegleitstoffe. Untersuchungen zeigen unter anderem phenolische Verbindungen wie Cannabisine und weitere Lignananamide, die sensorische Eigenschaften mitprägen können. Welche einzelnen Verbindungen für den bitter-herben Geschmack verantwortlich sind, lässt sich jedoch nicht eindeutig ableiten.
Mehr über Bitterstoffe und den bitteren Geschmack pflanzlicher Lebensmittel erfährst du in unserem Wissensartikel über Bitterstoffe.
Ist unser Hanfmehl glutenfrei?
Ja. Unser Hanfmehl ist glutenfrei. Hanf gehört von Natur aus nicht zu den glutenhaltigen Getreidearten; die Glutenfreiheit unseres Hanfmehls haben wir zusätzlich analytisch überprüfen lassen.
Damit eignet es sich sehr gut als Ergänzung in der glutenfreien Küche und lässt sich beim Backen mit anderen glutenfreien Zutaten und Mehlen kombinieren.
Hanfmehl in der veganen und pflanzlichen Küche
Auch in der veganen und pflanzenbasierten Küche ist Hanfmehl eine interessante Zutat für süße wie herzhafte Rezepte.
Beim Backen lässt es sich beispielsweise gut mit Buchweizen kombinieren. Auch Hafer, Nüsse und Saaten passen zum leicht nussigen und herben Charakter des Hanfs. In Müsli oder Porridge ergänzt es das Frühstück, herzhaft lässt es sich etwa für Bratlinge, Gemüsegerichte und Teige verwenden.
Hanfmehl muss dabei nichts anderes ersetzen. Seine Stärke liegt darin, eine pflanzliche Ernährung sinnvoll zu ergänzen – mit eigenem Geschmack, natürlichem pflanzlichem Protein und den enthaltenen Faserbestandteilen.
Hanfmehl oder Hanfprotein – was ist der Unterschied?
Beide Produkte stammen aus Hanfpresskuchen, unterscheiden sich aber in ihrer weiteren Verarbeitung.
Für Hanfmehl wird der Presskuchen vollständig vermahlen und die Schalen- und Faserbestandteile bleiben erhalten. Bei unserem eiweißreichen Hanfprotein wird das Material weiter mechanisch getrennt. Dadurch entsteht eine feinere und stärker auf Protein konzentrierte Fraktion.
Kurz gesagt: Wer eine Mehlzutat mit den enthaltenen Schalen- und Faserbestandteilen sucht, greift zum Hanfmehl. Stehen ein höherer Proteingehalt und eine feinere Konsistenz im Vordergrund, ist Hanfprotein die passendere Wahl.
Wie sollte Hanfmehl gelagert werden?
Hanfmehl sollte kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt und nach dem Öffnen wieder gut verschlossen werden.
Bei sachgerechter Lagerung ist unser Hanfmehl mindestens 12 Monate haltbar.
Kann Spuren von Nüssen, Soja, Senf und Sesam enthalten.